Sonntag, 25. November 2007

Schwimmen kann auch hart sein

Hallo,

es ist ja schon wieder Sonntag, wie schnell doch eine Woche rumgeht (und in einem Monat ist Weihnachten schon wieder fast vorbei).

Am Freitag habe ich mich mal als Schwimmer versucht und an einem 12h Schwimmen teilgenommen. Normalerweise geht sowas über 24h, das heißt man kann innerhalb dieser Zeit so viele km schwimmen wie man will oder schafft. Die Veranstaltung ging von 12 Uhr mittags bis Mitternacht, da ich aber bis 16:15 Uhr Uni hatte konnte ich erst kurz nach 17 Uhr beginnen. Mein Ziel war es, mehr zu schaffen als der Markus, den ich überredet hatte auch teilzunehmen, zumindest wollte ich aber 12km schwimmen. Die Vorbereitung belief sich auf 0 Stunden und 0 Minuten Training, das letzte Mal bin ich im August im Gardasee geschwommen. Am Donnerstag habe ich es mir im Kraftraum auch noch mal richtig gegeben und nach einem langen Tag an der Uni war ich außerdem optimal erholt. Beste Vorraussetzungen für so eine Aktion also.

Wie läuft das ganze nun ab? Man sucht sich eine Bahn aus, bekommt eine Badekappe mit Nummer und ein Helfer sitzt am Beckenrand und zählt hoffentlich alle Bahnen (selber mitzählen schafft man nach einer gewissen Zeit nicht mehr). Der Schwimmstil ist freigestellt, am schnellsten und effektivsten wäre natürlich Kraulschwimmen, aber wenn man das nicht kann (so wie ich), muss man halt Brust schwimmen. Man versucht also in einen Rythmus reinzukommen, den man möglichst lange halten kann, und immer schön zu gleiten. Erschwerend kommt hinzu, dass im Wasser allerhand Treibholz und Bojen (langsamere Schwimmer) rumschwimmen, die man überholen muss. Dabei muss man höllisch aufpassen, dass man keinen Fuß in die Seite oder eine Hand ins Gesicht bekommt und nicht so viel Wasser schluckt.

Natürlich muss man hin und wieder eine Pause einlegen und etwas essen und trinken, denn obwohl man im Wasser ist schwitzt man und verliert Flüssigkeit und braucht zusätzlich Energie, um nicht auszukühlen. In den Pausen habe ich immer sofort angefangen zu zittern und der Sprung zurück ins kalte Wasser hat viel Überwindung gekostet. Mein Tempo lag bei etwas über 2 km/h und ungefähr alle 3 km habe ich eine Pause gemacht. Nach 9 km ging es mir schon ziemlich schlecht, ich hatte schmerzende Schultern, Knie- und Handgelenke wegen der ungewohnten Belastung und im Kopf war ich auch schon ziemlich kaputt. Man hat ja überhaupt keine Ablenkung, sieht und hört nichts und ist mit sich selbst völlig allein. Außerdem schwimmt man völlig monoton hin und her wie ein Hamster im Laufrad. Trotzdem fasste ich den Entschluss, bis Mitternacht noch die 14 km voll zu machen.

Hintenraus hat es sich sehr hingezogen, der Körper war eigentlich schon längst völlig im Eimer und mir war auch ziemlich kalt. Die letzten 2 km waren nur noch Kopfsache und reine Willenskraft, aber ich habe es geschafft, als Nichtschwimmer aus dem Stegreif 14 km (280 Bahnen) in 6,5 h zu schwimmen. War ich froh, als ich die letzte Bahn hinter mir hatte und unter die warme Dusche konnte. Das Duell mit Markus habe ich klar gewonnen, er hat "nur" 12 km in 6 h geschafft (trotzdem Repekt Markus!). Im Nachhinein bedaure ich trotzdem etwas, dass ich nicht 12 h durchschwimmen konnte, aber beim nächsten Mal müssen schon 20 km her...

Nach einer kurzen Nacht saß ich keine zwölf Stunden später schon wieder auf dem Rad, um mit Markus und dem Christoph Hench bei Sonnenschein 4 h Grundlage zu fahren, obwohl es mir nicht allzu gut ging (steifer Oberkörper, Muskelkater im ganzen Schulter Bereich und schmerzende Knie- und Fußgelenke). Das Training war aber trotzdem sehr schön (ich quäle mich halt gerne).

Diesmal gibt es wie versprochen aktuelle Bilder:

Um 00:30 Uhr total fertig nach 6,5 h im Wasser

Hände und Füße waren verschrumpelt wie die eines 90-Jährigen

So muss Wintertraining aussehen!

Gruß, Robert

Montag, 19. November 2007

Im Westen nichts Neues

Servus,

eigentlich habe ich nicht viel zu sagen über die letzte Woche, ziemlich unspektakulär war sie. Das Training geht seinen Gang und läuft so ab, dass ich unter der Woche 2mal Krafttraining an Geräten mache, laufen oder schwimmen gehe und am Wochenende Grundlage auf der Straße fahre, soweit möglich. Am Samstag musste ich das bei nasskalten 2 Grad und Hochnebel tun, was nicht besonders angenem war, aber am Sonntag konnte ich das Training bei Sonnenschein mit meinem Teamkollegen Markus genießen. Mehr als 4 Stunden versuche ich noch nicht zu fahren, aber es gelingt mir nicht immer. Früher bin ich auch zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon 6 Stunden (auch bei Schnee) gefahren, dieses Jahr lasse ich es aber etwas ruhiger angehen. Der Trainingsumfang bewegt sich im Moment um 15 Stunden in der Woche. Am nächsten Freitag habe ich etwas nicht ganz alltägliches vor (mehr darüber, wenn ich es hinter mir habe).

Bild habe ich leider wieder keins (nächste Woche gibt es ein aktuelles), daher ein( leider verwackeltes) vom verrücktesten Rennen der letzten Saison:

Ankunft auf dem Kreuzberg bei der Königsetappe der Mainfrankentour, bei der ich schon am ersten Berg nach 10km gnadenlos abgehängt wurde und fast aus dem Rennen flog, aber am Schluss trotzdem an 31. Stelle oben ankam.

Gruß, Robert

Sonntag, 11. November 2007

So ein Mistwetter

Salut tout le monde!

Heute war ich beim Training in Frankreich, ist ja von Karlsruhe nicht weit (nur über den Rhein rüber). Eigentlich habe ich mich darauf gefreut, am Wochenende Radfahren zu können, aber gestern hat`s den ganzen Tag geregnet und ich konnte nur laufen gehen (2h mit sehr schweren Beinen am Ende). Heute war es genauso, aber ich habe den Fehler gemacht und bin trotzdem auf`s Rad gestiegen. Es war ein bescheidenes Training, weil extrem starker Wind blies (natürlich immer von vorne) und es ständig geregnet hat. Ich Trottel habe auch noch meine Handschuhe nicht mitgenommen (Thermometer zu Hause hat 9 Grad angezeigt) und litt die ganze Zeit unter tauben Händen (naja, ich fahre eben erst seit 10 Jahren Rad). Dazu kam noch, dass ich mich nicht auskannte und meine Karte, die ich in weiser Voraussicht immerhin mitgenommen hatte, wegen dem Wind und der gefühllosen Hände nicht öffnen konnte. Trotzdem habe ich es geschafft, nach 4h Irrfahrt genau an dem Punkt wieder anzukommen, an dem ich losgefahren war und an dem ich jetzt immer noch bin!

Da ich von dieser Woche kein Bild habe, eins vom Urlaub am Gardasee dieses Jahr:

(Da konnte ich die Karte gut lesen)

Au revoir, Robert

Sonntag, 4. November 2007

Erstes Teamwochenende

Hallo,

am 01.11. hat die Vorbereitung für die neue Saison begonnen und das war auch der Anlass, ein erstes Teamtreffen der Bundesligamannschaft des Endspurt Mannheim abzuhalten. Ich habe die Kollegen nach der Trainingspause mal wieder getroffen und wir waren zusammen Pizza essen, ein Eishockeyspiel der Adler Mannheim anschauen, beim Crossrennen um die Mannheimer Radrennbahn auf- und abbauen (und den übriggebliebenen Kuchen verdrücken) und natürlich Rad fahren. Wir haben die zurückliegende Saison Revue passieren lassen und uns Bilder von den vielen Rennen angeschaut, die wir bestritten haben. Es war ein sehr schönes Wochenende und ich bin nun motiviert für den ersten Abschnitt der Vorbereitungsperiode bis Weihnachten.

Einige der mehr oder weniger fleißigen Aufbauer:

Ein Teil der Strecke an der Radrennbahn: